Honig aus dem schönen Bad Breisig
Heimat für die Bienen - Bienen für die Heimat

Hier bekommen sie einen kleinen Einblick in die Probleme unserer Honigbienen


 Unsere Bienen sind durch vielfältige Faktoren in Gefahr. Und an den meisten ist der Mensch schuld. Gegen manches kann der Imker aktiv werden, aber andere Faktoren müssen von der Politik in Angriff genommen werden.

Einen großen Anteil am Bienensterben nehmen auch die Spritzmittel ein oder aber die Monokulturen und unsere ´aufgeräumten` Wiesen und Felder

(bei letzterem kann jeder von uns den Bienen etwas gutes tun und Blühmischungen, sogenannte Bienenweide, aussähen)

Die Süddeutsche Zeitung hat erst vor kurzem in einem Artikel ein weiteres Problem aufgriffen das bisher so noch nicht kommuniziert wurde.

Nämlich den Rückgang an professionellen Imkern

99% aller Imker in Deutschland sind reine Hobbyimker mit vergleichsweise wenigen Völkern. Damit kann es regional zu Bestäubungsengpässen kommen



Mittlerweile ist es ja total Hip seine Gärten oder Vorgärten in Steinbrüche zu verwandeln oder nach wie vor ´Englischem Rasen´ zu haben. Hier wächst nichts und hier lebt auch nicht viel. Denkt an unsere Insekten, wir brauchen sie nämlich dringend!



So und nicht anders sollten Wiesen aussehen dürfen

Den größten Schwachsinn den ich in letzer Zeit gesehen habe sind POLLENFREIE Pflanzenzüchtungen von der Fa. Kiepenkerl (welche zu Monsanto gehört)


Dazu muss man doch echt nichts mehr sagen!!!!


VARROA DESTRUCTOR

 

Eine der vorrangigsten Aufgaben eines Imkers ist die Gesunderhaltung seiner Bienen und die Bekämpfung eines der schlimmsten Feinde der Westlichen Honigbiene.

Die Varroamilbe ist eine ca. 1,1mm lange und ca. 1,6mm breite Milbe die als Parasit an Honigbienen lebt. Die Milbe entwickelt und vermehrt sich in der verdeckelten Brut im Bienenstock.

Milbenbefall schwächt die Bienen auf verschiedene Weisen. Durch das aussaugen der Hämolymphe (vereinfacht - Blut der Insekten) verlieren befallene Larven direkt an Gewicht, die ausgeschlüpften Bienen sind etwa ein zehntel kleiner als gesunde Bienen. Befallene Bienen haben eine deutlich verkürzte Lebensspanne, sie haben schlechtere Lernleistungen und kehren häufiger nicht zum Stock zurück.

Zusätzlich werden durch den Milbenbefall schädigende Viren übertragen.

Die Varroamilbe gilt als eine Hauptursache des in Deutschland seit einigen Jahren immer wieder im Herbst oder Winterhalbjahr auftretenden seuchenartigen Bienensterbens.



Bildquelle: Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=140970

Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Varroamilbe



Der kleine Beutenkäfer


Der Kleine Beutenkäfer (Aethina tumida) ist ein Parasit von Völkern der Honigbiene aus der Familie der Glanzkäfer (Nitidulidae). Er ist indigen in Afrika südlich der Sahara und von dort aus nach Nordamerika, Australien und seit kurzer Zeit auch nach Europa verschleppt worden. Die Art wurde 1867 von Andrew Murray nach Tieren aus Nigeria erstbeschrieben, die ihm zur Identifikation nach London zugesandt worden waren. Die Parasitierung von Honigbienen-Völkern wurde zuerst 1940 in Südafrika beschrieben. Größere Aufmerksamkeit erlangte die Art erst nach der Einschleppung in die USA.

Der Beutenkäfer tauchte 1996 im südöstlichen Nordamerika auf (bemerkt erst 1998) und verbreitete sich von dort mit rasender Geschwindigkeit über die USA. Seit dem Jahr 2002 hat man die Ausbreitung des Käfers auch auf die nördlichen Gebiete der Vereinigten Staaten und Kanada festgestellt, wo er aber wohl aus klimatischen Gründen ein geringeres Problem darstellt und sich unter Umständen nicht dauerhaft etablieren kann . Westlich ist er bisher bis North Dakota vorgedrungen. Im Jahr 2000 wurde er aus Ägypten gemeldet, 2001 aus Australien. Hier ist die Verbreitung bisher auf kleine Bereiche in New South Wales beschränkt, große Schäden sind nicht aufgetreten. Wahrscheinlich gelangte er per Schiff mit Früchten oder in einem Bienenvolk in diese Länder. Die ersten Funde in den USA (Charleston, Savannah) und Australien (Sydney, Brisbane) stammen aus Hafenstädten. Nachdem lange damit gerechnet worden war, dass er irgendwann auch nach Europa gelangen würde, bewahrheitete sich dies 2004, als in Portugal erstmals Larven und Käfer der Beutenkäfer festgestellt wurden, allerdings nur in Käfigen von importierten Bienenköniginnen, wodurch der Käfer schnell erfolgreich vernichtet werden konnte. In Nordamerika hat sich der Käfer bis nach Kalifornien und Mexiko ausgebreitet und in Australien von New South Wales bis nach Townsville (Neumann und Ellis 2008).

Im September 2014 wurden in drei Ablegern in der Nähe des italienischen Hafens Gioia Tauro im Nordwesten der Provinz Reggio Calabria Käfer und Larven des Kleinen Beutenkäfers gefunden. Bis Mitte Dezember 2014 wurden in diesem Gebiet bereits mehr als 50 befallene Völker identifiziert und die befallenen Stände verbrannt sowie die Böden chemisch behandelt. Ein weiterer Befall wurde bei einem Bienenwanderbetrieb auf Sizilien diagnostiziert. Von den Behörden wurden um die befallenen Bienenstände zwei Sperrzonen (20 km und 100 km Radius) gezogen. Es dürfen keine Bienen aus diesen Sperrgebieten verbracht werden. 2015 wurden in der 20 km-Sperrzone in Kalabrien wieder Käfer und Larven in geringerem Ausmaß gefunden.

In Deutschland ist der Beutenkäferbefall bisher nicht aufgetreten

Der Kleine Beutenkäfer gehört zu den gefürchtetsten Bienenparasiten, da bei Massenbefall ein ganzes Volk innerhalb kürzester Zeit vernichtet werden kann. Im Gegensatz zu den afrikanischen Honigbienenunterarten, die sich gegen den Kleinen Beutenkäfer effizient zur Wehr setzen können, sind die europäischen Unterarten dazu weniger in der Lage. Die momentan zur Verfügung stehenden chemischen Bekämpfungsmaßnahmen bergen das Risiko von Resistenzbildungen, Kontaminationen der Bienenprodukte und Effekte auf die Bienen selbst. Alternative Maßnahmen befinden sich in der Entwicklung.

Der Befall mit dem Käfer unterliegt in Deutschland der Anzeigepflicht. Auch in den anderen Ländern der EU und der Schweiz ist sie als anzeigepflichtige Tierseuche eingeordnet.


Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Beutenkäfer

Bildquellen: Von James D. Ellis - This image is Image Number 5025046 at Invasive.org, a source for images of invasive and exotic species operated by The Bugwood Network at the University of Georgia and the USDA APHIS Plant Protection and Quarantine program., CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8187533



Flügeldeformationsvirus

Der Flügeldeformationsvirus oder auch DWV (englisch Deformed Wing Virus) ist ein RNA-Virus aus der Gattung der Iflaviren, das über ein einsträngiges RNA-Genom verfügt und pathologische Effekte bei Honigbienen auslöst, weshalb das Virus auch Gegenstand eingehender wissenschaftlicher Untersuchungen war und ist.

Dieser Umstand ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass es ganze Bienenkolonien vernichten und dadurch erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen kann. Es ist einer von 22 bekannten Viren der Honigbiene und weiterer Bienenarten

(z. B. diverse Hummelarten)

Symptome bei adulten Bienen sind Verformungen der Flügel, aufgeblähter Hinterleib und sichtbare Verfärbungen. Infizierte Larven sind nicht lebensfähig und sterben unmittelbar nach dem Schlüpfen. Entdeckt wurde das Virus in den frühen 1980er Jahren in Japan


Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Flügeldeformationsvirus

Bildquelle: Von Shawn Caza - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17699932


Faulbrut

Bei der Faulbrut handelt es sich um zwei verschiedene bakterielle Brutkrankheiten der Honigbienen. Man unterscheidet zwischen der durch Europäischen Faulbrut (EFB) und der Amerikanischen Faulbrut (AFB).

Die relativ harmlose Europäische Faulbrut wird auch als Gutartige Faulbrut oder (aufgrund des entstehenden sauren Geruchs) als „Sauerbrut“ bezeichnet.

Die Amerikanische Faulbrut hingegen wird auch Bösartige Faulbrut genannt und ist in Deutschland und Österreich anzeigepflichtig und in der Schweiz meldepflichtig.

Die Amerikanische Faulbrut (auch Bienenpest genannt) ist eine Erkrankung der älteren Bienenbrut, nämlich der Streckmaden: Sie befinden sich in der bereits mit einem Wachsdeckel verschlossenen Brutzelle. Im Erkrankungsverlauf löst sich die gesamte Körperstruktur der Larven auf und es bleibt nur eine zähe, braune, schleimige Substanz übrig, die später zu einem dunklen Schorf eintrocknen kann. Die Amerikanische Faulbrut stellt keinerlei Gefährdung für die erwachsene Biene, den Menschen oder andere Lebewesen dar. Die Bezeichnung „amerikanisch“ bezieht sich nicht auf ein Ursprungsgebiet, sondern auf den Ort der Entdeckung; die Krankheit tritt weltweit auf.


Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Faulbrut

Bildquelle: Von Pollinator - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=552362